LESE-TIPP: Kunst & Mode: die inspirierende Liaison

Wo hört Mode auf, wo fängt Kunst an? Sind sie noch voneinander zu trennen? Wußten Sie, dass das erste Modelabel Ende des 19. Jahrhunderts von einem Mr. Worth erfunden wurde? Er signierte seine Modeschöpfungen, wie die großen Künstler und adelte so sich selbst. Oder können Sie sich vorstellen, dass Kleider per 3D-Drucker erzeugt werden, weil die Druckmaterialien inzwischen so weich sind? Das art-Spezial-Magazin beschäftgit sich mit der hochspannenden und kulturprägenden Liaison zwischen Kunst und Mode!

Mode und Kunst sind allgegenwärtige Ausdrucksmittel des Menschen und seiner Kultur. Manche Kulturen verbinden die beiden Genres so engmaschig (Achtung Wortwitz), dass man sie nicht mehr auseinanderhalten kann – denken Sie an afrikansiche Masken und Ritualkleidung, die abstrakte Symbole, Muster und bedeutungsschwangere Farben zeigen. In der Neuzeit gehen Mode und Kunst erfolgreiche und mitunter diskussionswürdige Kooperationen ein und treiben so den Marktwert nach oben – für beide Seiten – den Künstler und das Label.


Lassen Sie sich in eine aufregende Welt entführen, die sinnlich, frech, dekandent oder einfach nur schön sein kann – so wie wir Menschen auch.

Mode ist auch Kunst im Museum – im Kunstmuseum. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg beispielsweise hat eine Ausstellung konzipiert, die das Thema Text und Botschaft auf Kleidern thematisiert. Der Artikel hierzu ist empfehlenswert und ein Besuch garantiert auch, wenn die Museen wieder geöffnet sind.


Inspirierend an diesem art-Spezial ist für mich vor allem der Facettenreichtum der Mode und ihre Auswirkung auf unser Selbstverständnis über das wir uns häufig nicht bewußt sind. Vieles aus der Kunst taucht in der Mode in transformierter Form wieder auf. Manchmal provokant, wie der Hummer auf dem Kleid – delikat positioniert im Schritt der Trägerin – oder fließend amorph bei den Kreationen von Iris van Herpen, die Wissenschaft und Mode atemberaubend kombiniert. Auch der große Maestro des reduzierten Schnitts ist mit einem Interview vertreten: Giorgio Armani zeigt uns seine Sicht auf Mode, die wieder ganz anders aussieht als die des jungen Shootingstars Virgil Abloh.


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